Werbeagentur Hamburg

21. April: Büro für Markenentwicklung beim Marketingclub Bremen

Was Manager von Schwarzenegger und dem Papst lernen können
Der Mittelstand wird regelmäßig als ein echtes Erfolgsmodell bezeichnet und gilt als die große Stütze der deutschen Volkswirtschaft. Im Hinblick auf die Etablierung und Pflege ihrer Marken stehen mittelständischen Unternehmen in der Regel nicht die finanziellen Möglichkeiten der Großunternehmen zur Verfügung.

Trotzdem sind nicht wenige Mittelständler in ihren Märkten extrem erfolgreich. Dies gilt nicht nur für den B2C Markt, sondern mindestens in gleicher Weise für das B2B Geschäft. Es müssen demnach Instrumente der strategischen Markenführung zum Einsatz kommen, deren Wirkung sich auch bei deutlich eingeschränkten Budgets entfalten.

Gerne möchten wir anhand eines lebendigen Vortrages die Mechanismen der Markenführung im Mittelstand beleuchten. Im Rahmen des praktisch orientierten Vortrages werden uns die beiden Referenten, Oliver Errichiello und Dr. phil Arnd Zschiesche, aufzeigen, wie Unternehmen mit begrenzten Budgets den Markenaufbau und die -stärkung effektiv vorantreiben können. Als Markensoziologen stützen sich ihre Konzepte auf wissenschaftliche Erkenntnisse gruppendynamischer Prozesse und Mechanismen. Sie werden uns die soziologischen Grundgesetze der Markenführung aufzeigen und wesentliche Elemente der überzeugenden Markenführung im Mittelstand anhand von provokanten Vergleichen erlebbar machen. Unter anderem werden wir die Frage klären, was eine Krawatte über die Sicherheit eines Flugzeuges aussagt, oder wovon ein Allradantrieb und Jürgen Klinsmann profitieren. Abschließen wird der Vortrag mit einer kurzen Anleitung zur Schaffung von Unverwechselbarkeit bei einem mittelständischen Unternehmen.

Unsere Referenten sind Gründer und Geschäftsführer des Büros für Markenentwicklung in Hamburg. Herr Oliver Errichiello ist Markensoziologe und Psychologe. Er studierte Soziologie, Psychologie sowie Politik in Hamburg und Lyon. Im Rahmen seiner beruflichen Karriere war er als Marketingleiter in der Möbelindustrie sowie bei Werbe- und PR-Agenturen tätig. Ferner wirkte er mehrere Jahre als Berater am Institut für Markentechnik in Genf.

Dr. phil. Arnd Zschiesche ist ebenfalls Markensoziologe. Er studierte Soziologie, Psychologie sowie Politik in Hamburg und Neuseeland. Seine Dissertation schrieb er über das Thema „Marke und Herkunft“. Stationen seiner beruflichen Karriere waren J. W. Thompson, das Institut für Markentechnik und die Lufthansa.

Die Veranstaltung findet im ATLANTIC Hotel an der Galopprennbahn statt und beginnt um 18.30 Uhr. Interessenten sind herzlich willkommen. Gästebeitrag 30 Euro.

Text: J. Friedrich Dieter
Link: http://www.marketingclub-bremen.de/2009/04/08/21april-markenkraft-im-mittelstand/



Wenn Werbung Werbung kopiert

Im Magazin “Stern” 10/2009 fanden sich in Abstand von wenigen Seiten folgende Printanzeigen der Firmen IKEA, Honda und SAT1.

Werbetrends Ikea Sat1

Quelle (Aufnahmen): Büro für Markenentwicklung

Alle drei Marken haben sowohl stilistisch wie auch auch in ihrer Produktausrichtung kaum etwas miteinander zu tun … und doch vereint sie in ihrem werblichen Auftritt eine gestalterische Parallele: Der Einsatz einer “Linienlegende”. Alle drei Printmotive weisen mit einer Linie auf besondere Sachverhalte/Leistungen hin. Dies ist prinzipiell nicht falsch, aber kritisch zu hinterfragen, wenn eine Gestaltungsmode ungeprüft übernommen wird … so sehr das Differenzierungsmerkmale verschwinden.

Werbetrends Ikea

Quelle (Aufnahme): Büro für Markenentwicklung

Was steckt - nach der Erfahrung des Büro für Markenentwicklung - dahinter: Werbeagenturen beobachten sich und Gestaltungstrends gegenseitig und übernehmen Moden ohne sich zu fragen, ob diese Trends auf das spezifische Markensystem passen. Resultat: Werbung (die Besonderheiten kommunizieren sollte, schließlich wird nur das Besondere gemerkt) wird austauschbar.

Werbetrends Sat1Werbetrends Honda

Quelle (Aufnahme): Büro für Markenentwicklung

Vor diesem Hintergrund gilt es solche Tendenzen durch eine genaue Kenntnis der Leistungs-und Gestaltungsgeschichte des Unternehmens auszuschließen. Wir suchen weiter nach “Linienlegenden-Motiven” …



Das Büro für Markenentwicklung wünscht frohe Ostern
Donnerstag, 9. April 2009, 15:53 Uhr
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Quelle: McCann Erickson



Lancia in Tibet

Die von Vincenzo Lancia 1906 gegründete Marke Lancia ist ein italienisches Traditionsunternehmen, das berühmt ist für seine stilvoll und zugleich avantgardistisch gezeichneten Fahrzeuge, Kleinwagen mit exklusiver (Innen)Ausstattung (lange bevor andere Marken auf diese Idee kamen) und großen Erfolgen im Rallyesport. Mit dem Lancia Stratos und Lancia Delta konnten ab den 70er Jahren zahlreiche Weltmeistertitel eingefahren werden. Der Delta integrale ist eines der berühmtesten Rallyeautos aller Zeiten. Viele der Lancia-Modelle sind zu Design-Ikonen geworden, auch wenn die Marke in Deutschland immer ein Nischenanbieter gewesen ist. Seit 1969 gehört die Marke, auf deren Konto viele technische Innovationen gehen, zu Fiat.

Hier der Spot zur Präsentation des neuen Delta (für den Geld bezahlt wurde)

Schöne Bilder. Tolle “Emotions”. Aber einige Fragen:

Was hat Lancia mit Hollywood zu tun? (Haben Sie in den USA schon mal einen Lancia gesehen?)

Was hat Lancia mit Tibet zu tun?

Was hat Richard Gere mit Lancia zu tun?

Warum sponsert Lancia einen Werbespot für Tibet/Richard Gere/den Buddhismus?

Dieser Spot hat überhaupt nichts mit der einmaligen Leistungsgeschichte der Marke Lancia zu tun. Das Auto (das immerhin gezeigt wird) ist eine Randnotiz angesichts wunderschöner tibetischer Bergwelten und der Präsenz des Schauspielers. Jahrelang wird an einem neuen Fahrzeug gearbeitet, vom ersten Entwurf bis zum fertigen Modell etc., um anschließend einen Werbe(!)film zu drehen, der weder das Produkt noch die Marke ins Rampenlicht rückt. Man scheint sich des neuen Lancia Deltas zu schämen oder denkt die eigenen Produkte sind für sich allein nicht attraktiv genug. Beides wäre traurig.

Der Werbefilm für Tibet ist allerdings sehr gelungen, hier werden dem Zuschauer attraktive Eindrücke des Landes, seiner Kultur, seiner Naturschönheit und seiner Menschen gezeigt. Hier ist auch die Verbindung zwischen dem Schauspieler und der Marke gelungen, jeder weiß von dem intensiven Engagement Richard Geres für das Land.